Pflegestellengeschichten Nr. 4

DAS BLUMEN-WUNDER

Am Weltkatzentag diesen Jahres, dem 08.08.2017, bekamen wir liebe Grüße aus Stralsund von Blume und ihrer neuen Mama zugeschickt, die uns fast aus den Socken hauten. Auf dem Foto, welches mitgeschickt wurde, erkennt man deutlich eine wunderschöne, entspannte und erholte Katze. Dass Blume einmal so aussehen würde, konnten wir uns vor 6 Monaten nur in unseren Träumen vorstellen, da Blume von einem Tierarzt als hoffnungslos sterbenskrank beschrieben wurde und nur noch wenige Wochen leben sollte. Aus diesem Grund möchten wir euch nun Blume und ihre Geschichte vorstellen. Lest selbst was aus scheinbar hoffnungslosen Fällen noch alles werden kann. Weiterlesen

Pflegestellengeschichten Nr. 3

EMMY, DIE UNNAHBARE – EINE LEIDENSGESCHICHTE MIT HAPPY END

An einem Tag im April erhielt der Katzenschutzbund Rostock e.V. einen Anruf aus einer Gartenanlage im Stadtteil Reutershagen. Katzenfreunde fütterten seit einiger Zeit eine Katze, die nun in einem sehr schlechten Zustand war und kaum noch laufen konnte. Obwohl sie scheu war, hielt sie sich immer in der Nähe der Futterstelle auf und fraß, was die Tierfreunde ihr gaben. Nur wenig später machten sich einige Vorstandsmitglieder auf den Weg, um das Tier einzufangen und tierärztlich behandeln zu lassen. Die Katze war so schwach, dass sie sie lediglich in die Transportbox umsetzen mussten.

In der Tierarztpraxis angekommen wurde nach einigen Untersuchungen das Ausmaß der Verletzungen klar: Neben drei sich im Körper befindlichen Projektilen von einem Luftgewehr hatte die arme Fellnase eine Flüssigkeitsansammlung in der Lunge und Verletzungen an den Bandscheiben. Ihr Fell hatte kahle Stellen und war teilweise von Dreck verklebt, ihr kleines Katzengesicht war ganz verkrustet und ihre Nase entzündet. Zudem war sie von unzähligen Parasiten befallen, wog mit lediglich zwei Kilo viel zu wenig und hatte außerdem Durchfall. Aufgrund der Schwere der Verletzungen und des schlechten Allgemeinzustandes gaben uns die behandelnden Ärzte nur wenig Hoffnung, dass sie die Nacht überstehen würde. Wir wollten ihr gerne die Chance geben, ihren Lebenswillen zu zeigen und gaben ihr den Namen Emmy.

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Pflegestellengeschichten Nr. 2

der ganz normale Katzenwahnsinn

Im Laufe eines Lebens begegnen uns, dem einen weniger, dem anderen mehr, viele unterschiedliche Katzentypen. Da gibt es die älteren, ruhigen und verschmusten Stubentiger, die drahtigen, jungen und wilden Draufgänger, die kleinen, zurückhaltenden und süßen Kätzchen, die frechen, aufmüpfigen und chaotischen Rabauken und viele mehr. Äußerlich unterscheiden sie sich selbstverständlich auch, sowohl in Farbe als auch „Umfang“. Da haben wir die Roten, die Schwarzen, die Weißen, die Getigerten und die Gefleckten, die Kurzhaarigen, die Langhaarigen, die Bohnenstangen und die Pummelchen.

Das Leben in der Pflegestelle besteht teilweise aus rasch wechselnden Tieren, sodass man kurzzeitig das Gefühl hat, sie durcheinander zu bringen oder gar zu verwechseln. Wie ein schönes Sprichwort besagt: In der Nacht sind alle Katzen grau… Aber meist dauert es nicht lange, bis der Punkt kommt, an dem sie sich für immer in dein Gedächtnis einbrennen. Weiterlesen

Pflegestellengeschichten

Von der ängstlichen Fellnase zu einem Taschentuchpiraten

Erst vor einigen Wochen entschied ich mich dazu, den Katzenschutzbund Rostock e.V. als Pflegestelle zu unterstützen. Mein erster Schützling Anton war ein aufgeweckter Kater, der mich sofort überraschte: Es verging keine halbe Stunde, schon lag er schnurrend in meinem Bett und machte es sich gemütlich. Er spielte gerne und nahm das Leben in der Wohnung als selbstverständlich an. Nur zwei Wochen später erfuhr ich auch den Grund für diesen verschmusten, ausgeglichenen Kater. Er hatte eine liebende Familie, die ihn Karlo nannte, vermisste und schnell wieder nach Hause holte. Dieses Beispiel zeigt aber, wie es häufig NICHT endet.

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